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wasistlos Bad Füssing Magazin Februar 2016

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Kulturelle Schätze der

Kulturelle Schätze der Die Konzertreihe „Aqua Piano“ im Kleinen Kursaal von Bad Füssing verbindet die heilende Kraft des warmen Bad Füssinger Thermenwasser mit der heilenden Kraft der Musik. Daher der Name der Konzertreihe „Aqua Piano“, die von der Kurverwaltung ins Leben gerufen wurde. Garant für diese hochqualitative Konzertreihe sind die hervorragenden Solisten, ein hochkarätiges Programm und der klassisch schöne und für seinen Wohlklang berühmte Bösendörfer-Konzertflügel. Lassen Sie sich zur Intensivierung eines jeden Konzerterlebnisses von Dr. Wilfried Hartleb mit interessanten Informationen zu Künstlern, Werken und Epochen in den Konzertabend einstimmen. Das Passauer Land ist eine unverwechselbare Region in Europa. Hier gibt es viele geschichtlich bedeutsame Kulturgüter zu entdecken. Wir nehmen Sie mit auf diese Reise.. Dr. Wilfried Hartleb, Leiter des Kulturreferats im Landkreis Passau, Kreisheimatpfleger. Studierte u.a. Bayerische Landesgeschichte an der Universität Passau. Erhielt 1987 für seine Dissertation über das Schulwesen in der evangelisch-lutherischen Grafschaft Ortenburg den Kulturpreis Ostbayern auf wissenschaftlichem Gebiet. Er lebt seit 1971 mit seiner Familie auf dem Schmelzinger Hof in Schmelzing, Gemeinde Neuburg am Inn. (Programmänderungen vorbehalten) 18.02.2016 – 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Maxim Kulabuchov Maxim Kulabuchov wurde in Mykolaiv/Ukraine geboren und studierte an der Tchaikovsky Nationalen Academie in Kiev. Von 2001 bis 2008 führte er seine Studien an der Musikhochschule in Hannover und danach an der Musikhochschule in Nürnberg fort. 2011 schloss er in der Meisterklasse bei Professor Wolfgang Manz ab. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Schumann, Schubert-Liszt, Paganini-Liszt, u. a.. 04.03.2016– 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Elena Gurevich In diesem Programm stellt Elena Gurevich Werke aus der Klavierliteratur berühmten Filmmusiken gegenüber. Zu hören sind unter anderem aus der „Englische Patient“ (G. Yareed) & Aria aus „Goldberg-Variationen“ (J. S. Bach), aus „Twilight“ (Yiruma) & Sonate op. 31 Nr. 2, Finale (L. v. Beethoven), aus „Chocolat“ (N. Portmann) & „Moment Musicaux“ op. 94 Nr. 3 (F. Schubert) u. a.. 07.04.2016 – 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Shizuko Yamamoto Shizuko Yamamoto wurde in Tokyo geboren und studierte am dortigen Konservatorium. Anschließend besuchte sie die Münchener Musikhochschule und beendete ihre Hochschulausbildung mit Auszeichnung. Auf dem Programm stehen Werke von Chopin, Ravel, Rachmaninoff und Debussy. Vorschau 12.05. Carolin Danner „Auf den Flügeln der Fantasie“ Werken aus verschiedenen Epochen gewidmet, die die Komponisten selbst als Fantasien bezeichneten. 17.06. Valerij Petasch „Ballett für zehn Finger“ Chopin, Mendelssohn Bartholdy, Liszt, Skrjabin, sowie Eigenkompositionen. Informationen + Karten 2016 VeranstaltungsService, Kurallee 15, 94072 Bad Füssing Telefon: +49 (0)8531-975522 www.badfuessing.de • ticket@badfuessing.de Wer die Neuburg kennt, weiß, dass sie eine der prächtigsten Burgen im ostbayrisch-österreichischen Grenzgebiet ist. Doch wer weiß schon, dass die Burg, die sich über dem Steilhang am Unteren Inn zwischen Schärding und Passau erhebt, im Jahre 1908 abgerissen werden sollte. Diese Burg war im 11. Jahrhundert von der hochadeligen Familie der Vornbacher erbaut worden und war Mittelpunkt der Grafschaft Neuburg am Inn, die von 1310 bis 1803 zum Herrschaftsgebiet der Habsburger gehört hat. Die Neuburg wurde in der Zeit der Renaissance um das Jahr 1530 in ein Schloss umgewandelt. Gesteigert wurde die Prachtentfaltung durch Graf Georg Ludwig von Sinzendorf, der um das Jahr 1670 die Neuburg zu einem Ort seiner barocken Prachtentfaltung machte. Graf Hamilton erweiterte 1710 die Neuburg um eindrucksvolle Wasserspiele. Nach 1730 wurde die Neuburg zu einem Jagdschloss der Passauer Fürstbischöfe. Durch den Reichsdeputationshauptschluss zu Regensburg vom 25. Februar 1803 wurden die geistlichen Fürstentümer zugunsten der größeren weltlichen Territorien des Reiches aufgeteilt. Im Zuge der Neuorganisation der Landgerichte im gesamten Herzogtum wurde auch das ehemalige Hochstiftgebiet der Passauer Fürstbischöfe neu gegliedert. Die unter österreichischer Landeshoheit stehende Grafschaft Neuburg kam zu Bayern. Damit hörte die Neuburg auf, Verwaltungssitz und Gerichtsort einer Grafschaft zu sein. Die Neuburg erlitt wie alle geistlichen Besitztümer das gleiche Schicksal, sie wurde 1806 versteigert und filetiert, so dass sich zuerst drei, dann sechs Besitzer die Neuburg teilten. Ein am 24. Mai 1810 in der Hoftaferne während einer Hochzeit ausgebrochenes Feuer, das auf die Burg übergriff, richtete die Neuburg so zugrunde, dass die demolierten Südtrakte mit den großartigen Altanen und Teile des Westtraktes vollständig abgerissen werden mussten. Weil es keine Nutzung für die Neuburg gab, ging die Verwüstung in brutalen Schüben weiter; in den Festsälen wurden rigoros Marmorverkleidungen, Säulen, Fenster- und Türstöcke herausgerissen und verschleudert. Die Gärten verfielen. Über diesen ruinösen Zustand der Neuburg berichtet der Bibliothekar des Fürsten Maximilian Karl von Thurn und Taxis (1802- 1871), Adalbert Müller (1821-1879), in der Leipziger „ Illustrirten Zeitung“ vom Juni 1870 und stellt die „vergessene Burg“ bei seinen Lesern vor. Der als Sohn eines Landrichters in Furth im Wald geborene Adalbert Müller verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Passau. In Landshut und München studierte er Jura. Seit 1850 lebte er in Regensburg als Redakteur der Regensburger Zeitung und als Feuilletonist des Regensburger Morgenblatts. 1856 verlor er durch eine Bürgschaft für nahe Verwandte ein Teil seines Vermögens und erhielt eine Stelle als Bibliothekar bei der Thurn und Taxischen Bibliothek St. Emmeran. In seinem literarischen Werken zeigte er ein ausgeprägtes Interesse an der Landes- und Volkskunde. 1870 hat Adalbert Müller (1802-1871), der Bibliothekar des Fürsten Maximilian Karl von Thurn und Taxis (1802-1871), die Ruinen des Schlosses Neuburg am Inn in der Leipziger Illustrierten Zeitung in Wort und Bild beschrieben. An die literarische Öffentlichkeit trat Müller mit sittlich-moralischen, unterhaltsamen und belehrenden Erzählungen für jugendliche Leser. Aus dem Geist der Romantik erwachsen die Sagen und Legenden der Bayern (1833), die in einer Folge von Romanzen und Balladen insbesondere die reiche Überlieferung der heimatlichen Region lebendig werden lassen. Den größten literarischen Ruhm erreicht Müller jedoch mit seinen „Handbüchern für Reisende“, etwa mit der Beschreibung der Walhalla (1838), die er mit stimmungsvollen Landschaftsbildern rund um Regenstauf bereichert.. Von großer kulturgeschichtlicher Bedeutung ist das Reisebuch „Der bayerische Wald (Böhmerwald) 1846, das ein farbiges Panorama des ostbayerischen Grenzgebirges entwirft, mit 34 34

Region KULTURELLE SCHÄTZE DER REGION Start der Serie „Kulturelle Schätze der Region“ Schloss Neuburg - Geschichte und Gegenwart Luftbild vom Januar 2016 von Wolfgang Hartwig kenntnisreichen Betrachtungen zu Mundart, Sitte und Tracht, Volkssage und Volksglaube, aber auch zu den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen der Bewohner. In seinen „Kleinen Dorfgeschichten“, 1869 in der Erzählsammlung „Ernst und Scherz“ veröffentlicht, bildet er die bäuerliche Lebenswirklichkeit seiner Heimat ab. Weiterhin sammelt er mundartlich überlieferte Volksliedtexte („Schnadahüpfl“), Sprichwörter und Inschriften und veröffentlicht eigene Mundartgedichte („Da Hochzeita“), die als eine bewusste Erneuerung der Volksliteratur im Dialekt zu verstehen sind. Der literarisch ungemein fruchtbare Müller beschreibt das Schicksal der Neuburg von der Gründung bis zur Gegenwart und erläutert seine Ausführungen mit zwei eigenhändigen stimmungsvollen Landschaftsbildern vom unteren Inn mit der Neuburg und der Burg Wernstein. Müller kannte diese Landschaft und die Neuburg aus seiner Zeit, als er in Passau in das Gymnasium ging. Er stellt in seinen beiden Zeichnungen das Schloss aus der Zeit von 1660 dem ruinösen baulichen Zustand von 1870 gegenüber. Seine beiden Zeichnungen sind dem beeindruckenden Kupferstich von Georg Matthäus Vischer von 1674 nachempfunden, der den Blick des Betrachters dem Inntal entlang von der Neuburg über das Kloster Vornbach und der Stadt Schärding bis zu den Silhouetten der Alpen führt. Bei der Zeichnung von 1870 sind die gewaltigen Ruinen der Neuburg zu sehen. Auf der anderen Innseite sind die Ruinen von Wernstein zu entdecken. “Ein gewaltiger Trümmerbau ragt am Innstrome, zwei Stunden oberhalb der uralten Bischofsstadt Passau, von luftiger Felshöhe weit ausschauend über ein reiches, fruchtbares Land, dessen Gebieter in grauer Vorzeit auf dem die Gegend beherrschenden Gipfel ihren Sitz aufgeschlagen. Wir meinen die Bergfeste Neuburg, eine der imposantesten ihrer Art in Deutschland, gleichwol aber auswärts so wenig bekannt, daß Tausende von den Lesern dieses weitverbreiteten Journals heute ihren Namen wohl zum ersten mal hören werden. Ist es doch nicht selten das Schicksal des Bedeutenden auf Erden, daß es übersehen und vernachlässigt wird, während man Untergeordnetes beachtet und feiert. Und so wollen wir denn diese Hintansetzung, soviel an uns ist, gut zu machen suchen. Neuburg verdient diese Genugthuung, einmal wegen seiner wunderherrlichen Lage und der Großartigkeit seiner baulichen Anlage, dann zufolge seines ehrwürdigen Alters und der Bedeutsamkeit seiner Geschichte. Das Echo einer ereignißvollen Vergangenheit schläft in diesen Mauern; Namen von historisch volltönendem Klange sind in ihre Gegenwart verflochten“. Adalbert Müller beschreibt, wie die Neuburg nur noch eine verstümmelte Reliquie aus vergangener Zeit war und in stiller Agonie vor sich hinträumte. 1908 drohte sogar der Abriss. Die Neuburg wurde jedoch gerettet. Ab dem Jahr 1908 begann der Wiederaufbau der Neuburg. Von der Rettung der Neuburg wird in den folgenden Monaten berichtet werden. Dr. Wilfried Hartleb Kupferstich von Georg Matthäus Vischer 1674 Schloss Neuburg am Inn im Jahre 1660 Ruine Neuburg am Inn im Jahre 1870 35

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