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wasistlos Bad Füssing Magazin Mai 2018

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Wasistlos - Das Bad Füssing Magazin Mai 2018: Hier erhalten Sie eine Vorschau, welche Top-Veranstaltungen und Highlights Sie in Bad Füssing 2018 erwarten! Lebensfreude, Körperkultur und Genuss - Das wasistlos Magazin berichtet über aktuelle Themen aus der Thermenregion rund um Bad Füssing, liefert Ihnen Ausflugstipps, tolle Veranstaltungen, Gewinnspiele und gibt Insider-Tipps rund um Kulinarik und Genuss. Auch Kultur- und Kunst-Liebhaber kommen bei interessanten Ausstellungstipps und Hintergründe zur Geschichte der Region auf ihre Kosten. Diesen Monat: Der Salomonsaal im Kloster Asbach - Eröffnung der Grillsaison 2018 - Vereine in Bad Füssing: Die Grenzlandla Gögging - Aqua Piano Konzerte 2018 - Der weiße Mond von Maratonga: ein Bad Füssing-Kurzkrimi von Ella W. Anders - Werte und Immobilien im Thermenland - Der Maibockanstich in Maier's Burgwirtschaft - TV-Programm - Gewinnspiel 500,-€ Hotelgutschein u.v.m. cs-inmedia, Fürstenzell

DER SALOMONSAAL IM

DER SALOMONSAAL IM KLOSTER ALDERSBACH Dr. Wilfried Hartleb, Kreisheimatpfleger und ehemaliger Leiter des Kulturreferats im Landkreis Passau, nimmt Sie mit auf eine kultur-historische Reise. Entdecken Sie geschichtlich bedeutsame Kulturgüter im Passauer Land! Salomo und die Königin von Saba Salomonurteil Das Kloster Aldersbach gehörte bis zu seiner Auflösung im Jahr 1803 zu den politisch und wirtschaftlich starken Klöstern in Bayern. Ihren herrschaftlichen und zeremoniellen Anspruch haben die von Prälaten geleiteten Klöster in residenzartigen Klosterbauten und prachtvollen Kirchen zum Ausdruck gebracht. Neben dem aufwändigen Abteitrakt (Prälatur), der Bibliothek, der Schule für Philosophie und Theologie, den Speisesälen (Modlersälen) beherbergt Aldersbach auf einen Fürstensaal, den sogenannten Salomonsaal, der am Südende des Westflügels im Zweiten Stock liegt und in der Zeit des Abtes Theobald I. Grad (1705- 1734) entstanden ist. Bei der Restaurierung der erheblich geschädigten Deckenmalerei in den Jahren 1999 bis 2005 kamen in vier Arbeitsschritten neuartige innovative Verfahren zur Anwendung, die vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege dokumentiert sind (Denkmalpflege Informationen, A 92, Januar 2005, ISSN 1617-3147). Der Salomonsaal (Fürstensaal) Der Salomonsaal erzählt die Geschichte des Königs von Israel Salomo. Salomo, der Sohn Davids und der Bathseba, lebte im 10. Jahrhundert vor Christus. Legendär wurde Salomo aufgrund seiner erfolgreichen wirtschaftlichen Betriebsamkeit. Er pflegte internationale Handelsbeziehungen, und unter seiner Herrschaft strömten sagenhafte Reichtümer ins Land, die seiner Prachtentfaltung dienten. In der Bildenden Kunst wird die Gestalt Salomos vor allem wegen seiner Weisheit künstlerisch dargestellt. Besonders beliebt Motive sind das salomonische Urteil und das Zusammentreffen des israelitischen Herrschers mit der Königin von Saba. Die Königin von Saba besucht Salomo, um sich selbst von seiner Weisheit und seinem Reichtum zu überzeugen. Sie huldigt dem König und überbringt ihm kostbare Geschenke, eine Szene, die in einer reichen Palastarchitektur spielt und in der Mitte des Deckenfreskos dargestellt ist. In Aldersbach sind noch weitere Episoden aus dem Leben Salomos dargestellt. Salomonurteil Beim Rechtsstreit zweier Frauen bewies Salomo seine Weisheit. Auf seinen Befehl hin das Kind mit dem Schwert zu halbieren, verzichtet eine Frau auf das Kind, um es zu retten. Daran erkennt der König die wahre Mutter und spricht ihr das Kind zu. Fotos: Hartleb Salomo auf seinem Thron Ernennung zum König 30

Vanitas Vanitatum Salomo als Denker Salomo auf seinem Thron Der in der Bibel beschriebene Thron Salomons galt als Sinnbild herrscherlicher Macht und Weisheit. Seine sechs Stufen wurden für die Königsstühle der christlichen Herrscher des Mittelalters übernommen. Ernennung zum König. In dieser Szene wird Salomo durch seinen Vater David zum König ernannt. Die Propheten Nathan und Zodok salben Salomo. Dieser Darstellung sind zwei Eigenschaften Salomos beigegeben. Rechts ist die Weisheit (Sapientia) dargestellt, eine Frau mit Schlange und Spiegel. Links symbolisiert eine weibliche Figur mit einem flammenden Herz die Liebe. Bau des Tempels in Jerusalem Beim Bau des Salomonischen Tempels, der sieben Jahre dauerte, kamen phönizische Bauleute zum Einsatz. Der Tempel und die anderen dreistöckigen Gebäude wurden in der damals in Israel neuartigen Quadertechnik errichtet und mit wertvollem Holz vertäfelt. Die Bundeslade Die Bundeslade wurde als wichtigster Kultgegenstand mitgeführt, als das Volk Israel noch nicht sesshaft war. Sie ist ein Kasten aus Akazienholz, in dem die Tafeln der Zehn Gebote liegen, und verkörpert die Gegenwart Jahwes. Die Lade ist durch Stangen tragbar gemacht und mit Gold überzogen. Salomo ließ die Bundeslade in den neugebauten Tempel überführen und weihte die neue zentrale Kultstätte feierlich ein. Opferung eines Stieres Auf dem Altar wird von Priestern ein Brandopfer als Anerkennung und Huldigung göttlicher Übermacht dargebracht. Salomo als Denker Wir sehen Salomo, der als Verfasser zahlreicher Bücher gilt, beim Niederschreiben seiner Texte. Im Hintergrund ist der Garten seines Palastes zu sehen. Das Buch „Salomoprediger“ hat einen weisheitlich-lehrhaften Inhalt und betrachtet in Sprüchen den Menschen und die Welt. Es geht um die Vergeblichkeit menschliches Tuns. Eitel, nichtig, sinnlos ist die Arbeit des Menschen und sein Versuch, Gottes Handeln zu durchschauen. Staub und Schatten sind wir (Pulvis et umbra sumus) Opferung eines Stiers Salomo und die Frauen Vanitas Vanitatum Bei dieser Darstellung kann man den Anfang einer Schrift erkennen. Es ist ein Zitat, das auf Salomo zurückgeht (Prediger Salomo 1,2 u. 12,8). „Es ist alles ganz eitel.“ Der lateinische Text lautet: „Vanitas vanitatum et omnia vanitas“: Eitelkeit der Eitelkeiten, und alles ist Eitelkeit. Der Prediger will sagen, dass die Welt und alles menschliche Tun nicht sind und ohne Bestand. Eine Weltsicht, die für die Barockzeit besonders charakteristisch ist. Staub und Schatten sind wir (Pulvis et umbra sumus) In dieser Darstellung wird ein Sinnspruch des römischen Dichters Horaz (65 bis 8 vor Chr.) veranschaulicht, der in seinen Werken Habgier, Ehebruch und alle Laster der Menschen thematisiert. Die linke weibliche Figur zeigt mit dem Zeigefinger auf die Mitte. Dort verdeutlicht ein Schatten die zeitliche Begrenztheit des Lebens. Auch die Musik, die durch Instrumente und Noten zum Erklingen gebracht wird, wird nur im Augenblick erlebbar. Kaum gehört, verklingt die Musik wieder. So wird das menschliche Leben vor dem Hintergrund der Ewigkeit nur als flüchtiger Augenblick verstanden. Rechts hat das Mädchen mit dem Blütenkranz in der rechten Hand eine Sanduhr. Sie betrachtet ein verlöschendes Öllicht, das sie in der linken Hand hält. Dies sind Symbole der irdischen Existenz, Symbole des Todes und der Vergänglichkeit. Salomo und die Frauen Salomo festigte seinen vielfältigen auswärtigen Beziehungen durch Ehebündnisse. Er heiratete zahlreiche ausländische Frauen und betrachtete dies als Mittel seiner Politik. Insgesamt hatte er gemäß 1. Könige, Kapitel 2, Vers 3 siebenhundert fürstliche Frauen und dreihundert Nebenfrauen. „Sie machten sein Herz abtrünnig“, denn er ließ sich durch seine Frauen zur Verehrung anderer Gottheiten verleiten, wodurch die Reinheit des Jahwekultes gefährdet war. Für seine Frauen errichtete er östlich von Jerusalem sogar eine Kultstätte für deren Götzen. 31

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