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wasistlos Bad Füssing Magazin März 2016

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Kulturelle Schätze der

Kulturelle Schätze der Die Konzertreihe „Aqua Piano“ im Kleinen Kursaal von Bad Füssing verbindet die heilende Kraft des warmen Bad Füssinger Thermenwasser mit der heilenden Kraft der Musik. Daher der Name der Konzertreihe „Aqua Piano“, die von der Kurverwaltung ins Leben gerufen wurde. Garant für diese hochqualitative Konzertreihe sind die hervorragenden Solisten, ein hochkarätiges Programm und der klassisch schöne und für seinen Wohlklang berühmte Bösendörfer-Konzertflügel. Lassen Sie sich zur Intensivierung eines jeden Konzerterlebnisses von Dr. Wilfried Hartleb mit interessanten Informationen zu Künstlern, Werken und Epochen in den Konzertabend einstimmen. Das Passauer Land ist eine unverwechselbare Region in Europa. Hier gibt es viele geschichtlich bedeutsame Kulturgüter zu entdecken. Wir nehmen Sie mit auf diese Reise.. Dr. Wilfried Hartleb, Leiter des Kulturreferats im Landkreis Passau, Kreisheimatpfleger. Studierte u.a. Bayerische Landesgeschichte an der Universität Passau. Erhielt 1987 für seine Dissertation über das Schulwesen in der evangelisch-lutherischen Grafschaft Ortenburg den Kulturpreis Ostbayern auf wissenschaftlichem Gebiet. Er lebt seit 1971 mit seiner Familie auf dem Schmelzinger Hof in Schmelzing, Gemeinde Neuburg am Inn. Vorschau 04.03.2016– 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Elena Gurevich In diesem Programm stellt Elena Gurevich Werke aus der Klavierliteratur berühmten Filmmusiken gegenüber. Zu hören sind unter anderem aus der „Englische Patient“ (G. Yareed) & Aria aus „Goldberg-Variationen“ (J. S. Bach), aus „Twilight“ (Yiruma) & Sonate op. 31 Nr. 2, Finale (L. v. Beethoven), aus „Chocolat“ (N. Portmann) & „Moment, Musicaux“ op. 94 Nr. 3 (F. Schubert) u. a.. 07.04.2016 – 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Shizuko Yamamoto Shizuko Yamamoto wurde in Tokyo geboren und studierte am dortigen Konservatorium. Anschließend besuchte sie die Münchener Musikhochschule und beendete ihre Hochschulausbildung mit Auszeichnung. Auf dem Programm stehen Werke von Chopin, Ravel, Rachmaninoff und Debussy. 12.05.2016 – 19.30 Uhr – Kleiner Kursaal Carolin Danner Danner spielt unter dem Motto „Auf den Flügeln der Fantasie“ Werke von Beethoven, Mozart und de Falla sowie den Zyklus „Kreisleriana“ von Robert Schumann. Die Pianistin unterrichtet seit 2011 als Lehrbeauftragte für Klavier an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg und steht für außergewöhnliche Konzertprogramme mit durchdachten Konzepten. 17.06. Valerij Petasch „Ballett für zehn Finger“ Chopin, Mendelssohn Bartholdy, Liszt, Skrjabin, sowie Eigenkompositionen. 07.07. Anastasia Seifetdinova - Freunde und Gegner im Wettbewerb Informationen + Karten VeranstaltungsService, Kurallee 15, 94072 Bad Füssing Telefon: +49 (0)8531-975522 www.badfuessing.de • ticket@badfuessing.de 2016 Die hoch über dem Inn gelegene Neuburg ist eine der mächtigsten Burgen im ostbayerisch-oberösterreichischen Grenzgebiet. Seit 1922 befand sich dort ein Künstlererholungsheim, in dem sich ein vielfältiges kulturelles Leben entwickelt hat und wo die Künstler unbeschwerte Geselligkeit und intensives künstlerisches Miteinander genießen konnten. Zeichnungen aus dem Sommer 1929 – Landschaftsmalerei im Zeichen des deutschen Impressionismus Die Malerinnen und Maler haben während ihres Sommerurlaubs auf der Neuburg Aquarelle, Zeichnungen und Bilder gemalt, die eine faszinierende Quelle sind, weil sie die Mentalität, die Malweise, den Charakter der Künstler und den Zeitgeist in pointierten Situationen widergeben. Sie zeigen, dass die Künstler diesen Urlaub genossen haben und besonders von der Möglichkeit entzückt waren, vor der Natur zu malen. Hier stachen den Künstlern genügend ausdrucksstarke Motive ins Auge, die sie unter freiem Himmel in natürlichem Licht direkt vor Ort auf die Leinwand bannten. Der Maler und Zeichner Richard Pietzsch (1872- 1960) verbrachte seinen Sommer 1929 im Künstlererholungsheim und hat seine Wanderungen zwischen Vornbach und Passau in zahlreichen Zeichnungen dokumentiert. Wie viele Künstler erkundete er das Umfeld der Neuburg nach ausdrucksstarken Motiven und idyllischen Plätzen. Auf ihn hat die Kulturlandschaft am Unteren Inn einen unvergleichlichen Eindruck ausgeübt. Er hatte hier das Empfinden einer Landschaftsganzheit und er verspürte die Magie eines Ortes, an dem Natur, Architektur, Geschichte und Kultur zusammenklingen. Hier konnte Richard Pietzsch tief in das Verständnis der stimmungsvollen Flusslandschaft am Unteren Inn eindringen. Besonders faszinierte ihn auch die Bischofs- und Dreiflüssestadt Passau, die er in zahlreichen Zeichnungen festhielt. Als Richard Pietzsch im Juni 1929 im Künstlererholungsheim auf der Neuburg weilte, wurde er von seinen Künstlerkollegen, die mit ihm gemeinsam den Urlaub dort verbracht haben, als „Maler ersten Ranges“ bezeichnet, denn er war durch seine vielen Ausstellungen schon sehr berühmt. Pietzsch gehörte zu den ersten sechs Schülern von Franz von Stuck an der Akademie der Bildenden Künste in München, die dieser 1895 persönlich ausgesucht hatte. Stuck begleitete auch persönlich die spätere künstlerische Entwicklung des Künstlers aufmerksam. Für das illustrierte Gästebuch des Künstlererholungsheimes hat Pietzsch zwei qualitätsvolle Bilder gezeichnet. In der Bleistiftzeichnung hat Pietzsch den Blick zur Neuburg hinauf von Wernstein aus eingefangen. Sehr fein ist die Mariensäule mit dem Bleistift herausgearbeitet. Rechts fährt die Fähre ins Bild hinein. In einem farbenfrohen Aquarell breitet sich ein weit ausladender Lindenbaum zwischen landwirtschaftlichen Gebäuden aus. Zwei von Pferden gezogene Erntewagen stehen zur Abfahrt bereit. In der Mitte links im Hintergrund erscheint die Neuburg. Pietzsch hatte einen guten Namen in der Künstlerschaft. Er vertrat zusammen mit Max Beckmann, Otto Dix, Oskar Kokoschka und Max Slevogt zwischen 1905 und 1926 sechsmal die deutsche Kunst auf der Biennale in Venedig. 1924 wurde sein Ölgemälde „Herbst im Isartal“ mit dem „Premio Dreber“ für das beste Landschafts-Gemälde ausgezeichnet, der bei der Vorgänger-Bienale von 1922 an Max Liebermann gegangen war. Die Stadt München gab ihm 1930 das Asamschlössl, den Barockwohnsitz der Gebrüder Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam in München-Thalhausen zur freien Wohnung und als Atelier. 34 34

Region KULTURELLE SCHÄTZE DER REGION Richard Pietzsch Ein Maler unterwegs zwischen Vornbach und Passau Luftbild vom Januar 2016 von Wolfgang Hartwig Der am 23. März 1872 in Dresden-Blasewitz geborene Pietzsch studierte zunächst Malerei an der Dresdner Akademie und ging dann 1894 an die Münchener Kunstakademie. 1897 bezog Pietzsch sein erstes Atelier in München-Schwabing. Er wurde gefördert von Fritz von Uhde, so dass er im Frühjahr 1899 seine Arbeiten auf der Münchener Sezessions-Ausstellung in einem eigenen Saal (sog. Octogonsaal) präsentieren konnte. Max Liebermann wurde auf ihn aufmerksam und lud ihn zu der Eröffnungs-Ausstellung der Berliner Secession im gleichen Jahr ein. Durch seine zeichnerische Mitarbeit an den Zeitschriften „Jugend“ und „Kunst“ und durch seine Ausstellungsbeteiligung in der „Münchener Secession“ und im Glaspalast wurde sein Name als Landschaftsmaler zunehmend bekannter. 1906 heiratete er in Stockholm die schwedische Malerin Fanny Westberg (1875-1958), die er auf einer Malreise durch Schweden kennengelernt hatte. 1906 erhielt Pietzsch das erste Jahrgangsstipendium des Deutschen Künstlerbundes für die Villa Romana in Florenz. Ab 1907 leitete er an der Damen-Akademie des Künstlerinnen Vereins die Landschaftsklasse. 1909 erhielt er aus der Hand des schwedischen Königs Oskar II. das Ritterkreuz 1. Klasse des Wasa –Ordens für seine Verdienste um den deutsch-schwedischen Kulturaustausch. 1913 wurde Pietzsch zum Titular-Professor ernannt und 1925 Ehren-Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er lebte von 1916 bis 1930 in Bad Tölz und dann in München. Er war immer auf der Suche nach der ihn inspirierenden Landschaft, weshalb er viel auf Reisen war, doch wichtigster Motivgeber war Süddeutschland. Bei einem Bombenangriff im November 1944 wurde das Asam-Schlössl stark beschädigt und zahlreiche Bilder Pietzsch vernichtet. Nach Jahren in einer Notunterkunft konnte er erst 1952 nach München zurückkehren, wo ihm die Stadt München eine Wohnung mit Atelier in der Franz-Joseph Straße in Schwabing zu Verfügung stellte. Am Ende seines Lebens erfuhr Richard Pietzsch noch zahlreiche öffentliche Würdigungen. Er starb am 28. Januar 1960. Sein Grab liegt auf dem Münchener Nordfriedhof. Seit 1962 erinnert der Richard – Pietzsch - Weg in München - Solln an den Maler. Die Galerie von Abercron in München betreut und erschließt in vorbildlicher Weise den künstlerischen Nachlass von Richard Pietzsch. Auf seinen Wanderungen vom Künstlerholungsheim aus in Richtung Vornbach und Passau nahm er Kohlestifte und den Zeichenblock mit und zeichnete obsessiv vor Ort, sicher und nuanciert im Strich mit schwebenden Schattierungen. Wie bereits die Freilichtmaler und Impressionisten zeichnete Pietzsch direkt vor Ort in freier Natur durch unmittelbare Anschauung, wobei er für seine Motive ungewöhnliche Perspektiven findet. So entstehen im Juni 1929 impulsive Skizzen mit der Neuburg, mehrmals der Inn mit Blick zum ehemaligen Benedikinerkloster Vornbach (Schloss Vornbach), die Vornbacher Innenge und markante Gebäude und Straßen in der Dreiflüssestadt Passau (Rathaus, Dom, Residenzplatz) und die Donauuferpromende mit einem Schiff. Ähnlich den Impressionisten kann Pietzsch durch einfühlsame und präzise Beobachtung aller Naturphänomene Lichtwirkungen festhalten, weshalb er als Motiv den besonderen Augenblick wählt. Nur mit dem Kohlestift in seiner Hand gelingt es ihm, das Ineinander von Licht und Vegetation und die steten Veränderungen des wechselnden Lichtes festzuhalten. Es sind Zeichnungen, die den Stimmungsgehalt der licht- und farbintensiven Flusslandschaft am Unteren Inn in Schwarz-Weiß festhalten. Pietzsch zeigt aber in seinen Zeichnungen ein besonderes Gespür für die Schönheit der Stadt Passau, die er in zahlreichen Zeichnungen dem Betrachter vor Augen führt. wh Ausstellung vom 2. März bis 17. April 2016 in der Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr www.landkreisgalerie.de 35

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