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wasistlos Bad Füssing Magazin September 2018

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Wasistlos - Das Bad Füssing Magazin September 2018: Hier erhalten Sie eine Vorschau, welche Top-Veranstaltungen und Highlights Sie in Bad Füssing 2018 erwarten! Außerdem finden Sie ein ausführliches Programm des Kulturfestivals 2018 in Bad Füssing! Lebensfreude, Körperkultur und Genuss - Das wasistlos Magazin berichtet über aktuelle Themen aus der Thermenregion rund um Bad Füssing, liefert Ihnen Ausflugstipps, tolle Veranstaltungen, Gewinnspiele und gibt Insider-Tipps rund um Kulinarik und Genuss. Auch Kultur- und Kunst-Liebhaber kommen bei interessanten Ausstellungstipps und Hintergründe zur Geschichte der Region auf ihre Kosten. Diesen Monat: Der Landschaftspark von Schloß Vornbach - "Af an Ratsch" von und mit Romy Dadlhuber - Kulturfestival Bad Füssing 2018 - Aqua Piano Konzerte 2018 - Verschollen im Loch Ness: ein Bad Füssing-Kurzkrimi von Ella W. Anders - Werte und Immobilien im Thermenland - Der aktuelle Radtipp für September - TV-Programm - u.v.m. cs-inmedia, Fürstenzell

Foto: pb Verschollen im

Foto: pb Verschollen im Loch Ness ...so ein Ende wünscht man keinem. Ein Kurzkrimi von Ella W. Anders Elfi hatte sich entschieden, nach einjähriger, sehr lockerer Beziehung, die Ehe einzugehen. Wenn sich ihr Auserwählter, ein wahnsinnig fescher Mann von Dreiundvierzig, nur momentan verweigern würde, wäre das im Grunde kein Problem. Aber Gregor will auch im nächsten Jahr nicht heiraten. Und auch nicht im nächsten Jahrzehnt. Nicht einmal in seinem ganzen Leben! Es geht ihm auf den Senkel, dass er sich seit einigen Wochen, gemeinsam mit Elfi, jede Wedding- Sendung im Fernsehen anschauen muss und sich die Ratschläge der »Hochzeitsplaner« einprägen soll. Er will sich Elfi aber auf gar keinen Fall in ein weißes »Prinzessinnenkleid« hinein denken. Und er hat keine Lust, die Tränen der kurz geschorenen TV-Bräutigame mit zu weinen, die sie im Fernsehen beim Herannahen ihrer Bräute und beim gemeinsamen Hintreten vor den Standesbeamten, vergießen. Obwohl! Das mit den Tränen ginge ja noch. Da bräuchte der Gregor nur an die Kosten für die Zeremonie zu denken, die er hinter Elfis Rücken, so ganz unverbindlich, überschlagen hat. Die sind nämlich zum Losheulen! Wenn man da vor Augen hat, dass zum gleichen Preis vier Urlaubswochen an der Costa Brava drin wären, in denen er auf den Medas-Inseln tauchen könnte, muss man sich fragen, was schöner ist. Und wenn Gregor bedenkt, dass er an Bord sein würde, wenn gleich anschließend der Flieger nach Alaska abhebt und man zwei Wochen lang in der Beringsee Lachse fängt! Da stellt sich die Frage, was erholsamer ist. Außerdem gäbe es das Hochzeits-Budget noch locker her, 8 dass er sich gleich danach drei Wochen am Palmenstrand von Honolulu wieder aufwärmt und sich ausgiebig im Nachtleben von Waikiki austobt. Gregor käme gechillt und getunt zurück. Da hätte Elfi mehr davon. Aber das mit dem Zurück-kehren würde sie ihm wahrscheinlich nicht glauben. In früheren Zeiten hätte Elfriede schweigend gehofft, gebangt, gelitten und heimlich befürchtet, dass sich der Gregor aus dem Staub machen will. Genau danach sieht es nämlich derzeit aus. Aber die moderne Elfi lässt es nicht so weit kommen. Sie greift ein und schreitet rechtzeitig zur Tat: Am Hauptbahnhof in München fuhr am späten Nachmittag der ICE Sprinter ein, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h aus Berlin angerast war. Gregor kehrte von einem Kongress der Paläontologen aus der Hauptstadt zurück. Er warf einen langen Blick auf die schöne Fremde, die ihm gegenüber saß und mit der er sich während der gesamten Fahrt sehr gut unterhalten hatte. Nun erhob er sich vom Sitz, ergriff seine Reisetasche, lächelte die Frau bedauernd an und stieg gemeinsam mit ihr aus. Er ergriff zum Abschied ihre schmale Hand, bat sie um die Telefonnummer und - dann sah er Elfi am Bahnsteig warten. Nun lief sie auf ihn zu und als sie vor ihm stand, strahlte sie auf Gregor hinab, weil sie ihn wegen der neuen High-Heels um einen halben Kopf überragte. Elfis Endlos-Beine und ihr Minirock zogen die anerkennenden Blicke aller umstehenden Männer an. Sie war noch tiefer dekolletiert als sonst und hatte ihre drei besten Freundinnen Andrea, Vera und Hella im Gefolge. Die ersten beiden wiederum hatten seine ahnungslose Mutter untergehakt und für die Feier des Tages in ihrer Mitte eingeklemmt. Oder hielten sie dort gefangen. Das kann man deuten wie man will. Dann fuchtelte Elfi mit einer langstieligen, roten Rose unter Gregors bleich gewordener Nase herum und fragte ihn ohne Umschweife, ganz deutlich und für alle hörbar, ob er sie endlich heiraten will. Die umstehenden Reisenden umringten ihn neugierig, applaudierten frenetisch, schubsten und drängten ihn, als er erst einmal langsam das Gepäck abstellte und regungslos da stand. Elfi hatte vorab sogar einen Münchner Reporter informiert, der von ihrem Äußeren schwer beeindruckt war. Er rief begeistert: »Verewigen wir diese schöne Braut in der Cloud!« Und schon stellten mehrere Zuschauer den Gregor und seine Künftige ins Netz. Die Situation schien für ihn ausweglos zu sein. Ein Rückzieher war völlig ausgeschlossen. Gregor konnte nicht mehr entkommen. Schließlich nickte er ein »Ja«. Was hätte er denn sonst tun sollen? Ganz ohne Zweifel hatte ihn Elfi eiskalt erwischt und öffentlich festgenagelt. Mit Sicherheit war sein Kopfnicken außerdem in der Überwachungskamera dokumentiert. Die jubelnde Vera goss den mitgebrachten Champagner in die Plastikbecher, welche Andrea aus ihrer Handtasche gezaubert hatte. Mama tupfte mit einem Taschentuch über die Augen, weil sie nicht glauben konnte, was sie sah. Und Elfis allerbeste Freundin Hella schnupfte unentwegt und verbarg ihr rotgeweintes Gesicht in Mamas neuem Seidenschal. Ach wie gerne wäre Hella - anstelle von Elfi - Mamas Schwiegertochter geworden! »Ja mei, Madl. Da kann ich dir nicht helfen. Jetzt ist der Gregor verplant. Und auf mich hört er eh nicht.« Dann fuhr man in zwei Autos heim nach Niederbayern. Während die Braut den gelben Mini lenkte, schnatterte sie überglücklich auf Gregor ein, der schweigend auf der Rückbank saß. Am Abend wollte ihn Elfi erfolglos aufmuntern. Da schloss er sich im Wohnzimmer ein. Nun fühlte sie sich gar nicht mehr wohl. Es ist aber auch zu dämlich, dass man manche Männer zu ihrem Glück zwingen muss. Am nächsten Nachmittag klopfte Gregor ganz geknickt im Altenheim an die Zimmertüre von Opa Xaver. »Du armer Bub!«, rief der Neunzigjährige und richtete sich im Bett auf. »Ich hab´ von deiner Mutter schon alles erfahren.« »Was hätte ich denn tun sollen, Opa?« »Du hättest »nein« sagen müssen!« »Das war unmöglich. Die ganze Welt hat zugeschaut. Elfi wäre blamiert gewesen. Für alle Zeiten.« Der Alte fuchtelte mit der Hand: »Und was machen die Frauen mit uns Männern? Die sagen doch auch »Nein!«, wenn ihnen einer nicht passt. Manchmal gibt es sogar einen Fußtritt. Da kennen die nichts!« »Ich bin geliefert«, stöhnte der Enkel. Der Zahnlose grinste: »In deinem Alter hätt´ ich nicht so schnell aufgegeben. Da hätte ich gewusst, wie ich dem Schlamassel mit Anstand und Phantasie entkommen kann, Bub.« »Wie hättest du das angestellt, Opa?«

»Ich wäre noch vor der Hochzeit gestorben!« »Ja, soll ich mich etwa vergiften, Opa? Da heirate ich lieber.« »Aber Bub! Du bist Paläontologe. Die Urviecher sind deine Leidenschaft und dein Beruf! Lass dich doch angeblich von einem dieser Monster verschlingen. Im Loch Ness, zum Beispiel. Von der Seeschlange Nessie.« »Die gibt es doch gar nicht, Opa. Die Kollegen haben schon ein paar Mal den ganzen See und alle Untiefen abgesucht und keine Spur von ihr gefunden.« »Umso besser, Bub. Dann bist du auf der sicheren Seite, wenn du im Alleingang noch einmal nach ihr forscht und absichtlich mit dem Boot auf dem See kenterst. Wenn du anschließend nicht mehr gesehen wirst, gehen alle davon aus, dass du der Nessie begegnet bist. Diese Nachricht verbreitet sich bis zu uns nach Niederbayern. Und wenn dich die Elfi verschmerzt hat, suchst du dir eine neue Bleibe in Oberbayern und holst mich und deine Mutter nach.« Mit zittrigen Händen zog der Alte die Schublade des Nachtschränkchens auf, griff nach einem Umschlag, den er mit seinem Gebiss beschwert hatte, wischte ihn glatt und überreichte ihn Gregor. »Das ist mein Rettungsanker für dich. Ein Flugticket nach Schottland und die Buchung für ein Hotel direkt am Ufer von Loch Ness. Termin: Übermorgen.« »Das muss ich erst überdenken, Opa.« »Dein Vater war ein Hasenfuß. Aber den hast du genetisch übersprungen. Du kommst ganz nach mir, Bub. Und nur nach mir! Auf geht’s! Zieh es durch!« Gregor fuhr mental gestärkt nach Hause. Am nächsten Morgen war alles klar. Gregor hatte Opas Ratschlag ein wenig abgewandelt, die Reisetasche gepackt und Elfi angerufen: »Kannst du bitte jetzt gleich bei mir vorbei kommen?« Wenig später stand sie in seiner Diele. Sie stemmte die Arme in die Hüften und sagte: »Was bedeutet denn das Gepäck, Schatz? Da schwant mir Böses. Du willst mich doch nicht etwa verlassen?« Gregor holte Luft: »Ich muss mich am Loch Ness von einem Albtraum erholen. Ich träumte nämlich, du hättest mir vorgestern eine Verlobung auf´s Auge gedrückt.« Da holte Elfi mit dem rechten Arm aus. Es knallte und Gregor schrie auf. »Dann habe ich mich jetzt auf die gleiche Weise wieder entlobt«, brüllte das enthemmte Weib und warf die Haustüre hinter sich zu. Dreißig Stunden später ruderte Gregor in Schottland, in einem kleinen Boot, gemächlich auf dem Loch Ness dahin. Er trug trotz düsterer Witterung eine Sonnenbrille, um sein riesiges Veilchen und die Schwellung am linken Auge zu verbergen. Etwa einhundert Meter vom Ufer entfernt hielt er inne, lehnte sich zurück und genoss die Stille. Im Wellengang schaukelte seine »Nussschale« auf und ab und Gregor wusste, dass der steil abfallende See an dieser Stelle eine Tiefe von 248 m aufweist und dass es sich um den zweittiefsten britischen Süßwassersee im schottischen Hochland handelt. Es wird hinter vorgehaltener Hand vermutet, dass der Lake unterirdisch auch mit anderen Seen verbunden ist und sich ein überlebender Saurier, wenn es denn einen solchen gäbe, in einem der Zuflüsse verborgen halten könnte. »Schöne Story«, dachte Gregor entspannt, reckte und streckte die Arme nach oben und dehnte den Oberkörper. Er glaubt jedenfalls nicht daran. Er hält sich nur an wissenschaftliche Fakten. Der Wind trieb die Regenwolken näher und Gregor lächelte. Die Form dieser Wolke dort hinten könnte man durchaus für den langen Hals eines prähistorischen Tieres halten. Als Plesiosaurier zum Beispiel, mit einer Länge bis zu 20 m. Nur schade, dass Gregor, der Fachmann für dieses Urzeitgetier, wegen Elfis »Abschiedsgeschenk« momentan so schlecht sieht. Plötzlich hörte er die helle Stimme einer Frau. Sie rief: »Greegoor! Juchhuu!« Dann ruderte sie heran und Gregor staunte: »Hella? Allein? Was machst du hier?« »Elfi hat mir alles erzählt. Bist du jetzt sehr traurig, Gregor?« »Nein! Es geht mir blendend. Schickt dich Elfi oder ist sie auch in der Nähe?« »Ich bin ganz allein, Gregor, denn ich muss dich sprechen.« Dann paddelte sie längsseits und er sagte: »Gleich rührt mich der Schlag! Du kannst doch nicht tief dekolletiert, im Minirock und auf High Heels auf den See heraus rudern. Deine Hochsteckfrisur flattert im Wind und die Rose neben dir fällt auch gleich ins Wasser.« »Hilfst du mir, zu dir hinüber zu klettern, Gregor?« »Bleib wo du bist, Hella, sonst kippen wir um!« »Ich muss dich was fragen, Gregor.« »Dass du meine Windjacke willst weil du frierst? Hier hast du sie.« Sie lächelte schräg und schaute ihn mit begehrlichem Blick an. »Nachdem du jetzt wieder frei bist, Gregor, will ich dich ganz offiziell fragen, ob du mich vielleicht hei.....« Gregor riss die Schuhe von den Füßen, stürzte sich mit einem Kopfsprung ins Wasser und schwamm, was die Muskeln hergaben, dem Ufer zu. Das fehlte ihm noch: eine neue Frau und schon wieder eine Verlobung, obwohl das Veilchen von der Vorherigen erst verblassen und abheilen muss. In so einem Fall müsste er Opas Ratschlag annehmen. Dann sollte Gregor wegziehen, aus Niederbayern. Besser gesagt: er dürfte Elfi und Hella, auf gar keinen Fall, jemals wieder unter die Augen kommen. Er müsste fliehen. Opa Xaver saß im Altenheim am Balkon, hatte eine wärmende Decke über den Knien und ließ die Pflegerin Hilde im Internet googeln. Stichwort: »Nessie news«. »Ja, da gibt es tatsächlich eine große Neuigkeit, Xaver!« Dann putzte Hilde recht gründlich die Gläser ihrer Brille und las laut vor: »Loch Ness: Das berühmte Urzeit-Monster hat sich gestern, nach längerer Pause, wieder einmal gezeigt. Das bestätigen acht Frauen einer Touristengruppe, die das See-Ufer erkunden wollten. Ein zufällig anwesender, niederbayerischer Paläontologe, befand sich zur gleichen Zeit in einem Boot auf dem Wasser und erkannte wohl schon aus der Ferne ein Ungetüm, das auf ihn zu hielt. Er brachte sich in allerletzter Sekunde, in Rekordzeit schwimmend, in Sicherheit. Schockbedingt meint er aber, nicht Nessie sondern nur eine Hella gesehen zu haben. Dies ist jene elegante Frau, die mit dem Wissenschaftler am See war und die er so schnöde zurück ließ. Sie ist seitdem verschollen. Ganz offensichtlich fiel sie, mitsamt den Booten, Nessies Mordlust anheim.....« Der alte Xaver schlug so kräftig mit der Faust auf den Balkontisch, dass die Kaffeetassen klirrten. Dann rief er begeistert: »Jawohl! Das kann nur mein Bub sein! Das ist einfach genial, wie er allen Frauen - sogar den prähistorischen - noch im letzten Moment entwischt. Jetzt sage ich es garantiert zum letzten Mal: Er kommt ganz nach mir! Und nur nach mir!« Ende Ella W. Anders schreibt Krimis, die in Niederbayern spielen. Ihre Geschichten und Figuren sind frei erfunden, lediglich der Raum ihrer Geschichten lehnt sich an die Realität an. Ihre Krimis haben einen skurrilen, lustigen und phantasievollen Humor, blutrünstige Schilderungen werden vermieden. Vielmehr steht die Unterhaltung im Mittelpunkt ihrer Werke. Ihr erstes Buch „Austanzt“ ist im November 2016 beim Spielberg Verlag erschienen und an folgenden Stellen in Bad Füssing erhältlich: Kaufhaus Geml, Kurallee 16, (08531)2865 oder Thermen-Insel in der Therme 1. Tel. 08531 978706. Oder online: unter amazon.de 9

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